FT-86 II Concept: Toyotas Zukunftsportwagen mit Geschichte
Obwohl uns in letzter Zeit nur schlechte Nachrichten aus Japan ereilen: Erdbeben, Tsunami und der Super GAU in Fukushima ist es wohl nicht verwunderlich, daß diese Ereignisse nicht nur kuzrfristig sondern auch langfristig wohl auf die japanische Automobilwirtschaft einwirken wird. Toyota hat zwar seine Hauptwerke nicht im Tsunami- und AKW-Unfallgebiet sondern etwa 300 km südwestlich von Tokyo, trotzdem stellte man die gesamte Produktion bis 26. März 2001 ein. Für den europäischen Markt werden mehr als 3/4 der Modelle in Europa hergestellt, so daß hier nur mit kleineren Engpässen zu rechnen wird.
Auf dem Auto-Salon in Genf zeigte Toyota in Halle 4 auf seinem Stand 4111 noch 3 Weltpremieren und 1 Europapremiere. Bei der Europapremiere handelt es sich um den Prototypen des ersten Elektrofahrzeugs auf Basis des iQ mit dem Arbeitstitel EV. Die Weltpremieren bestehen aus dem Prius+, dem ersten serienhergestellten Vollhybrid-7-Sitzer auf Basis des Prius. Dazu kommen das [11a] Yaris HSD Concept (Flickr it!) und die zweite Stufe der Sportwagen-Studie [11b] FT-86 II Concept (Flickr it!).

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Konzeptstudie FT-86 II – Toyotas Leidenschaft für sportliche Autos*
- 50 Jahre Sportwagen von Toyota
- 2000 GT etablierte Toyota als Sportwagen-Hersteller von Weltformat
- Corolla Coupé, Celica, Supra und MR2 waren zu ihren Zeiten in aller Welt höchst beliebt
- Konzeptstudie FT-86 II – Ausblick auf Toyotas neue Sportwagen-Generation
- Ein echter Sportler für ungefilterten Fahrspaß
- Boxermotor für geringes Gewicht, tiefen Schwerpunkt und optimale Gewichtsverteilung
Das Erbe – Ein halbes Jahrhundert Leidenschaft für sportliche Performance
„Als Toyota den 2000 GT herausbrachte, war ich elf – und verliebte mich sofort in dieses Auto. „Wenn ich mal groß bin, fahre ich auch so einen“, habe ich damals gesagt. Dieser Traum erfüllte sich, als ich Gelegenheit hatte, einen 2000 GT bei einer Veteranen-Rally zu steuern – ein fantastisches Erlebnis.
Ich möchte, dass Menschen wieder dieses Gefühl bekommen, wenn sie den nächsten Sportwagen von Toyota sehen. Ich möchte die Faszination der Rennstrecke auf unsere Autos übertragen. Ich möchte den Spaß und die Begeisterung am Autofahren für unsere Kunden wieder in den Vordergrund rücken.“
Akio Toyoda – President, Toyota Motor Corporation
Seit dem Modell Sports 800 von 1962 mit Zweizylinder-Boxermotor kann Toyota auf eine lange Reihe begeisternder Sportwagen für leidenschaftliche Autofahrer zurückblicken, die auch im Rennsport beachtliche Erfolge erzielten.
Spätestens mit dem wunderbaren 2000 GT, den Toyota 1965 auf der Tokyo Motor Show vorstellte, löste das Unternehmen die Eintrittskarte in den Kreis der hochkarätigen Sportwagen-Hersteller von Weltformat. Der Supersportwagen mit 2-Liter-Sechszylinder-Reihenmotor und einer Leistung von 150 PS bei 6.660 U/min fuhr beim Großen Preis von Japan 1966 auf den dritten Platz und stellte danach drei Langstreckenrekorde auf, darunter den Geschwindigkeitsrekord über 15.000 Kilometer mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 207 km/h.
Eine Cabrio-Version des 2000 GT tauchte 1967 im James-Bond-Film „Man lebt nur zweimal“ auf. Leider gab es dieses Fahrzeug nie in Serie: Das offene Filmfahrzeug war eigens für den Hauptdarsteller Sean Connery angefertigt worden.
In den USA nahm der frühere Le-Mans-Sieger Carroll Shelby 1968 mit einem 2000 GT am Sports Car Club of America Cup bei den Serienfahrzeugen der Kategorie C teil. Shelby erzielte mit dem 2000 GT in dieser Serie vier Siege gegen die bis dahin dominanten Porsche 911.
Beim alljährlichen Großen Preis von Japan lag der Schwerpunkt jedoch auf hubraumstärkeren Fahrzeugen. Hierfür präsentierte Toyota 1968 seinen ersten eigens entwickelten Rennwagen, den Toyota Seven mit 3,0-Liter großem V8-Mittelmotor, dessen Hubraum später auf 5,0 Liter angehoben wurde. Der Toyota Seven Turbo von 1970 war der erste Rennwagen der Welt mit Turbolader.
Toyota nutzt die Erkenntnisse aus dem Motorsport und die analytischen Fähigkeiten von Rennfahrern seit langem auch bei der Optimierung der für den Straßenverkehr bestimmten Modellen. Zur Entwicklung des 1984 vorgestellten MR2 verpflichtete das Unternehmen daher den legendären amerikanischen Rennfahrer Dan Gurney als Testfahrer. Der MR2 galt zu seiner Zeit als einer der Sportwagen mit der besten Straßenlage weltweit.
In den 36 Jahren von 1970 bis 2006 stellte Toyota sieben Generationen des Celica vor, die auf der ganzen Welt erfolgreich waren. Die ersten Celicas hatten Heckantrieb und waren bei Sportwagen-Fans besonders wegen ihrer Handlichkeit beliebt. Der 1971 in Europa eingeführte Celica ST erhielt ein Fünfgang-Getriebe und breitere Reifen. Der nächste, ganz auf den europäischen Markt zugeschnittene Celica von 1985 hatte Frontantrieb und den leistungsstarken 2,0-Liter-Motor des Typs 3S-GE.
Auch im Motorsport waren dem Celica bemerkenswerte Erfolge beschieden. Das Modell Twin-Cam Turbo gewann von 1984 bis 1986 dreimal in Folge die Safari Rally. Der Celica GT-Four mit Allrad-Antrieb gewann sein erstes Rennen in der World Rally Championship in Australien 1989. 1993 und 1994 folgten in dieser Serie jeweils zwei Titelgewinne – sowohl in der Fahrer – als auch in der Konstrukteurswertung. Der Celica GT-Four war das erste japanische Auto, mit dem dies gelang.
1979 präsentierte Toyota das Modell Supra. Die ersten beiden Supra Generationen basierten auf dem Celica. Erst in der dritten Generation von 1986 entwickelte Toyota den Supra zu einem eigenständigen Modell weiter. Der Supra stand klar in der Tradition des 2000 GT: Alle vier Generationen hatten Sechszylinder-Reihenmotoren und Heckantrieb.
Mit jeder neuen Supra Generation steigerte Toyota den Hubraum, zunächst von 2,5 auf 2,7 und schließlich auf 3,0 Liter. Den vorläufigen Gipfelpunkt bildete der 320-PS-Motor mit Doppelturbo von 1993, der den Supra Mk. VI in nur 5,2 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigte und bei 250 km/h abgeregelt wurde.
Einen Meilenstein besonderer Art bildet in dieser Reihe der legendäre Corolla Levin AE86, für viele Toyota Fans nach wie vor die Verkörperung des schlichten, erschwinglichen Spaßmobils. So kann es kaum verwundern, dass eben dieser AE86 als Inspiration für die sportliche Toyota Konzeptstudie diente – für den FT-86 „Future Toyota-86“.
Frontmotor und Heckantrieb, kompakte Abmessungen und geringes Gewicht, perfekt ausbalanciert und mit einem bemerkenswerten Leistungsgewicht – so lautete das ebenso einfache wie geniale Rezept des von 1983 bis 1987 produzierten AE86, der auf den Rundkursen und Rallye-Strecken jener Zeit für viele Privatiers das Maß der Dinge bildete und bis heute bei vielen Rallye-Amateuren hoch im Kurs steht.
Wie sein Urahn setzt die Konzeptstudie FT-86 auf das klassische Layout mit Frontmotor und Heckantrieb – und macht den Besuchern des Genfer Salons bereits heute Appetit auf den Toyota Sportwagen der nächsten Generation.
Leidenschaft aus Tradition – Konzeptstudie FT-86 II für Fahrspaß einer neuen Dimension
Mit den Proportionen seiner langen, flachen Motorhaube, seinen hoch ausgeschnittenen vorderen Radhäusern und der weit nach hinten gezogenen Kabine bildet der FT-86 II eine Hommage an Toyotas Sportwagengeschichte. Die kraftvolle Dynamik der neuesten Ausführung dieser Konzeptstudie gibt den bislang klarsten Ausblick auf das endgültige Design des nächsten Toyota Sportwagens.
Die Konzeptstudie FT-86 II ist voll und ganz auf den begeisterten Autofahrer zugeschnitten, der Autofahren weniger als Notwendigkeit begreift denn als Leidenschaft. Die Grundlage dafür bilden neben der optimalen Einbindung des Piloten präzise, ansatzlose Reaktionen des Fahrzeugs selbst auf kleinste Lenk- und Gasimpulse.
Mit seinen markant geschwungenen Linien orientiert sich der FT-86 II voll und ganz an funktionalen Erfordernissen, wobei Toyota die Aerodynamik mithilfe von Formel-1-Technologie entwickelte. Toyotas europäisches Designzentrum ED² bezeichnet das Konzept als „Functional Beauty“.
Die flache, rassige Karosserie spannt sich eng über Fahrwerk und Motor und geriet mit einer Länge von nur 4.235 Millimetern bei 1.795 Millimetern Breite und 1.270 Millimetern Höhe besonders kompakt, weist aber einen langen Radstand von 2.570 Millimetern auf.
Bei der Wahl des Antriebs kehrt Toyota ein Stück weit zu seinen Wurzeln zurück. So ist der FT-86 II bewusst mit einem drehfreudigen und äußerst kompakten Boxermotor ausgestattet, der mit einem manuellen Sechsgang-Schaltgetriebe gekoppelt ist. Diese Kombination begünstigt durch ihren niedrigen Schwerpunkt eine optimale Straßenlage und trägt zugleich zum sehr guten Leistungsgewicht des Autos bei.
- Toyota FT-86 II Concept 2011 (Seitenansicht)
- Toyota FT-86 II Concept 2011 (Frontansicht seitlich)
- Toyota FT-86 II Concept 2011 (Heckansicht seitlich)
Sowohl der Antriebsstrang als auch die Sitze wurden von den Toyota Konstrukteuren gezielt tief und weit nach hinten positioniert. Diese Anordnung trägt zu einem ausgewogenen Achslastverhältnis und somit zu einem optimalen Handling bei. Sie erlaubt zudem eine herausragende Fahrstabilität und eine faszinierende Dynamik auch bei hohen Geschwindigkeiten . Im Verbund mit dem klassischen Heckantrieb bietet der FT-86 II eine begeisternde Fahrdynamik und sorgt mit entsprechenden Fahrleistungen und einem neutralen, präzisen Fahrverhalten für ein Höchstmaß an Fahrfreude.
Die Konzeptstudie FT-86 II geht auf eine gemeinsame Erklärung von Toyota und Fuji Heavy Industries vom August 2009 zurück, in der beide Konzerne verlautbaren ließen, gemeinsam einen kompakten Sportwagen mit Heckantrieb zu entwickeln. In Europa kommt Toyotas neuer Sportwagen 2012 auf den Markt.
Auto-motor-und-sport.de Celica-Nachfolger kommt 2012
Autobild.de Toyotas sportliche Zukunft
Autozeitung.de Celica reloaded
* Quelle: Original ungekürzter Pressetext von Toyota
Kategorie: 2011, benzinmotor, bildergalerie, ft-86 II concept, genf, japan, klassisch, made in, messen, supersportwagen, toyota, video

















