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alt. dieselmotor

Die alternativen Antriebstechnologien

Verbrennungsmotoren

Dieselmotoren (Selbstzünder)
Biodiesel kommentieren »
Beispiel eines Biodiesel-Logos

Beispiel eines Biodiesel-Logos

Biodiesel ist dem Dieselkraftstoff von seinen Viskösitäts- und Brennwerteigenschaften am ähnlichsten. Jedoch wird der Biodiesel nicht aus mineralischen Ölen hergestellt wie der herkömmliche Diesel aus Rohöl, sondern ist ein rein pflanzlicher Rohstoff. Deshalb wird er auch als erneuerbare Energie bezeichnet. Biodiesel wird meistens durch den Anbau von Raps gewonnen, so wird im Allgemeinen Sprachgebrauch der Biodiesel mit Rapsdiesel (chemische Bezeichnung: RME für Rapsölmethylester) gleichgesetzt.
Biodiesel kann in prozentualen Schritten von 5, 10 oder 20 % dem herkömmlichen Diesel beigemischt werden, so spricht man von B5, B10 oder B20-Kraftstoff. Demnach ist B100 reiner Biodiesel.

Vorteile:

Fakt ist …

  • … daß Raps als Grundstoff von Biodiesel eine regenerative Energiequelle ist, d.h. sie kann durch landwirtschaftlichen Massenanbau immer wieder hergestellt werden
  • … daß bei der industriellen Produktion von Rapsdiesel keine schädlichen Abfallstoffe entstehen, somit ist die nachhaltige umweltbewußte Herstellung gewährleistet
  • … daß je nach Rapssorte, Anbauart und Weiterverarbeitung die CO2-Klimabilanz zwischen 20-80 % günstiger ausfällt als bei der Herstellung von mineralischen Treibstoffen
  • … daß je nach Herstelleran- und freigabe der herkömmliche Dieselmotor Rapsöl verbrennen kann
  • … daß sich eventuelle Umrüstungsreparaturen des Fahrzeugs zwecks Gebrauch von Rapsdiesel durch den niedrigeren Biodieselpreis amortisieren können
  • … daß durch eine nachhaltige Umwelt-und Agrarpolitik jedes Nationalstaates und prozentuale Beimischung von Biodiesel zum Diesel die CO2-Bilanz verbessert werden könnte

Nachteile:

Fakt ist aber auch …

  • … daß bei Nutzung der gesamten deutschen Anbaufläche gerade mal 5-10 % des Treibstoffbedarfs der autofahrenden Gesellschaft gedeckt werden könnten
  • … daß Monokulturen, also der alleinige Anbau von Raps schädlich ist für die Vogeltierwelt
  • … daß Rapsanbauflächen die Anbauflächen für Nahrungsmittel verdrängen, das führt zu steigenden Lebensmittelpreisen auf dem Weltmarkt und zur Entscheidung Tank oder Teller?, was in Entwicklungs-und Drittstaaten zu sozialen Unruhen führen kann, wie die Tortilla-Krise in Südamerika es aufzeigte
  • … daß durch den hohen Einsatz von Pflanzenschutzmitteln das Grundwasser stärker belastet wird
  • … daß Raps-Monokulturen Lachgas freisetzen – ein 320-fach stärkeres Treibhausgas als CO2
  • … daß beim Verbrennungspozess mehr ozonfördernde Abgase entstehen als bei herkömmlichen Mineraltreibstoffen
  • … daß der Großteil der Dieselmotoren kein B100 verträgt
  • … daß durch den sorglosen Verbrauch von Biodiesel enorme Schäden mit horrenden Reparaturkosten an Motor, Schläuchen und Elektronik entstehen können bis hin zum Totalschaden
  • … daß Biodiesel aggressiver ist als gewöhnlicher Diesel und Materialien stärker und schneller Schaden nehmen
  • … daß Biodiesel nicht europaweit an jeder Tankstelle erhältlich ist, somit ist bei längeren Reisen die Berücksichtigung der Energiebeschaffung vor Fahrtantritt nötig
Pflanzenöl kommentieren »
Banner von www.SalatoelPower.de

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Zwar verstehen die meisten Autofahrer unter Pflanzenöl-Kraftstoff den schon erwähnten Rapsöl-Kraftstoff alias Biodiesel, jedoch können Dieselmotoren mit der entsprechenden Umrüstung mit jeglicher Art von Pflanzenöl (umgangssprachlich: Pöl) als Treibstoff genutzt werden. Es gibt ca. 1000 verschiedene Ölpflanzen, die als pflanzliche Biokraftstoffe genutzt werden könnten darunter als bekannteste Vertreter das Rapsöl, Sonnenblumenöl, Olivenöl, Kürbiskernöl, Maiskeimöl, Palmöl und viele weitere exotischere Ölpflanzen. Nach entsprechender Reinigung und Entwässerung können auch gefilterte Speisealtöle und Speisefette als Energielieferant genutzt werden.

Vorteile:

Fakt ist …

  • … daß die Ölpflanze eine regenerative Energiequelle ist, d.h. sie kann durch landwirtschaftlichen Massenanbau immer wieder hergestellt werden
  • … daß bei der industriellen Weiterverarbeitung von Ölpflanzen keine schädlichen Abfallstoffe entstehen, somit ist die nachhaltige umweltbewußte Herstellung gewährleistet
  • … daß sich eventuelle Umrüstungsreparaturen des Fahrzeugs zwecks Gebrauch von Pflanzenöl durch den niedrigeren Biokraftstoff amortisieren können
  • … daß durch eine nachhaltige Umwelt-und Agrarpolitik jedes Nationalstaates und prozentuale Beimischung von Biokraftstoffen zum Diesel die CO2-Bilanz verbessert werden könnte
  • … daß die Klimabilanz beim Verbrennungsprozess von Pflanzenöl vorteilhaft ist, da die Abgasemissionen höchstens die Menge CO2 enthalten, welche beim Wachstum der Pflanze durch die Photosynthese aufgenommen worden ist

Nachteile:

Fakt ist aber auch …

  • … daß bei der Verwendung von Pflanzenöl als Biokraftstoff ähnliche Umweltbelastungen entstehen wie beim Rapsöl-Anbau
  • … daß reines Pflanzenöl schwerer entflammbar und zähflüssiger ist als der herkömmliche Diesel
  • … daß bei Nutzung der gesamten deutschen Anbaufläche gerade mal 5-10 % des Treibstoffbedarfs der autofahrenden Gesellschaft gedeckt werden könnten
  • … daß Monokulturen, also der alleinige Anbau von Ölpflanzen schädlich ist für die Vogeltierwelt
  • … daß Anbauflächen von Ölpflanzen die Anbauflächen für Nahrungsmittel verdrängen
  • … daß durch den hohen Einsatz von Pflanzenschutzmitteln das Grundwasser stärker belastet wird
  • … daß Ölpflanzen-Monokulturen Lachgas freisetzen – ein 298-fach stärkeres Treibhausgas als CO2
  • … daß der Großteil der Dieselmotoren der 2. Generation ohne entsprechende Umrrüstung kein Pflanzenöl verträgt
  • … daß durch den sorglosen Verbrauch von Pflanzenöl enorme Schäden mit horrenden Reparaturkosten an Motor, Schläuchen und Elektronik entstehen können bis hin zum Totalschaden
  • … daß die europaweite Tankstellenversorgung mit Pflanzenöl miserabel ist
SunDiesel kommentieren »
SunDiesel-Logo der Firma Choren

SunDiesel-Logo der Firma Choren

Eine andere Möglichkeit alternative Treibstoffe auf Pflanzenbasis zu erzeugen ist das vielsprechende Synthetisieren von SunDiesel (oder auch SunFuel bei VW, Biotrol bei Daimler). Hier werden unter dem Begriff BtL, was soviel heisst wie Biomass to Liquid (deutsch: Biomasse zu Flüssigstoff), aus fester Biomasse zumeist Holz, Stroh und alle anderen cellulose-, hemicellulose- und linginhaltige Stoffe in einem komplizierten chemischen Syntheseverfahren zuerst in ein Gas verwandelt, welches dann im zweiten Schritt zu Flüssigtreibstoff transformiert wird.

Vorteile:

Fakt ist …

  • … daß cellulosehaltige Biomasse eine regenerative Energiequelle ist, d.h. sie kann durch landwirtschaftlichen Massenanbau immer wieder hergestellt werden. Vor allem die Verwendung von Altholz und Abfallstoffen der Landwirtschaft machen die BtL-Produktion so zukunftsweisend
  • … daß bei der industriellen Weiterverarbeitung von Biomasse keine schädlichen Abfallstoffe entstehen, somit ist die nachhaltige umweltbewußte Herstellung gewährleistet
  • … daß durch eine nachhaltige Umwelt-und Agrarpolitik jedes Nationalstaates und prozentuale Beimischung von Biokraftstoffen zum Diesel die CO2-Bilanz verbessert werden könnte
  • … daß die Klimabilanz beim Verbrennungsprozess von SunDiesel vorteilhaft ist, erste Testversuche ergaben eine 40 %-ige Einsparung an Kohlenmonoixd und fast keine Rußparitkel
  • … daß durch dieses BtL-Sytheseverfahren Treibstoffe sowohl für Diesel- wie auch Ottomotoren einerseits im flüssigen andererseits in gasförmigen Aggregatzustand möglich sind
  • … daß keine hohen Umrüstkosten am derzeitigen Fahrzeugbestand vonnöten sind um BtL in herkömmlichen Dieselmotoren verbrennen zu können
  • … daß die Nachteile beim Anbau von Monokulturen wie z.B. bei Ölpflanzen wegfallen
  • … daß SunDiesel durch seine Cetanzahl von 70 (EU-Norm mind. 49) eine hohe Zündwilligkeit aufweist

Nachteile:

Fakt ist aber auch …

  • … daß man durch den 7 % niedrigeren Energiegehalt von SunDiesel mit Leistungsabfall rechnen muss
  • … daß das Syntheseverfahren derzeit nur mit Holz oder Stroh erfolgreich gelungen ist
  • … daß der Import von Holz zwecks Herstellung von SunDiesel durch seine langen Tranportwege die Klimabilanz nicht verbessert
  • … daß bei der Herstellung von Biomasse und deren landwirtschaftliche Bereitstellung zum Syntheseprozess im Hinblick auf Energieeinsatz die Klimabilanz neutral gehalten werden muss
  • … daß es sich hier immer noch um ein Pilotprojekt der Firmen Choren, Daimler und Volkswagen handelt und eine industrielle Markteinführung und Ausbau des europaweiten Versorgungsnetzes Jahrzehnte dauern kann
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